Zeitgeist Teil 2

Das bei uns hier und heute herrschende Denk- und Handlungssystem bezüglich der regelgerechten Funktionen des Körpers und deren Anomalien ist die so genannte „Schulmedizin” mit ihren dazugehörigen und sie stabilisierenden(!) Antisystemen der Alternativmedizin, die ein Sammelsurium aus den geschichtlichen medizinischen Denk- und Handlungssystemen, aus den Denk- und Handlungssystemen sämtlicher bekannter Ethnomedizinen und aus neu erdachten und entwickelten auf Energieübertragung oder Ernährungsvorschriften etc. basierenden medizinischen Denk- und Handlungssystemen ist. Sie alle bewegen sich innerhalb des herrschenden Zeitgeistsystems. Der Zeitgeist, zu dem dieses Medizinkonglomerat gehört, stellt sich als weltoffen und alle Menschen der Welt zusammenfassend dar. Wir begegnen einer Globalisierung, die durch die technischen Entwicklungen des letzten Jahrhunderts möglich geworden ist. Man hat das Gefühl von grenzenloser, so nie da gewesener Freiheit und Auswahl. Gleichzeitig wird Quantität, Konsum und Schein an die Stelle von Qualität und Sein gesetzt. Durch einen Überfluss von Angebot in allen Bereichen versagt die Fähigkeit zu unterscheiden. Es beginnt ein Rausch des Besitzen Wollens und „An allem Teilhaben Wollens”. Kritikfähigkeit und Unterscheidungsfähigkeit wird überschwemmt durch eine Fülle von Angeboten und Möglichkeiten. Die Menschen sind Jagende nach Besitz und gesellschaftlicher Stellung und Anerkennung. Gleichzeitig sind sie Gejagte aus denselben Motiven. Die dem Individuum zur Verfügung stehende Zeit ist grundsätzlich zu knapp für die Anforderungen des Zeitgeistlebens. Gleichzeitig werden bei all dieser Weltoffenheit Feindbilder wie z. B. im Großen die Terroristen, im Kleinen die Mikroben in den Köpfen der Menschen „installiert“ und kultiviert. Der Zeitgeist fördert monetäre und berufliche Hierarchien und Hackordnungen und damit die dazugehörigen Sehnsüchte, Ansprüche und Kämpfe. Er nährt damit Neid, Missgunst und Unzufriedenheit. Hilfsbereitschaft ist ein Lippenbekenntnis. Die Vereinzelung des auf sich gestellten Menschen, der mit den propagierten Ängsten vor den Feinden im Großen und im Kleinen und seinem eigenen ständig drohenden Versagen im System zu kämpfen hat, ist modern und gewollt. Das Gottesbild des herrschenden Zeitgeistes ist entweder atheistisch oder monotheistisch. Andere global noch existierende Religionen sind mehr oder weniger tolerierte Randerscheinungen der heutigen Zeit. Sie haben keinen wesentlichen Einfluss auf das politische Hauptgeschehen. Atheismus bedeutet zwangsläufig 100% materialistisch, chemisch, physikalisch und mechanisch ablaufend. Alles Glück und alle Erklärung muss in der sichtbaren Materie gefunden werden, etwas anderes gibt es nicht. Der Monotheismus dagegen beinhaltet immer – mehr oder weniger ausgeprägt – automatisch die Abwertung aller anderen Gottesbilder und Glaubensgemeinschaften zugunsten der eigenen auserwählten Glaubensgemeinschaft mit ihrem einzigen Gott. Trotz der oben beschriebenen Globalisierung mit ihrer scheinbaren Vielfalt und Freiheit und der gleichzeitigen Gleichschaltung aller Menschen wird im Untergrund ein Kampf um den wahren einzigen Gott und die wahre einzige Glaubensgemeinschaft geschürt. Hass und auch Angst sind vorprogrammiert. Die heute herrschenden großen drei „Weltreligionen” sind vor allem dadurch, dass es drei (!) sind, eine Gewähr für die Fortdauer der Feindschaft der Menschen untereinander und das stetige Beleben von feindseligen Botschaften gegen Andersgläubige, die in ihren „Glaubensbüchern” fest verankert sind, und um sein gesellschaftliches, berufliches und generelles Fortkommen nicht zu gefährden, sollte man einer dieser Glaubensgemein-schaften angehören und dieser auch gehorchen.