Schmerzfreie Gelenke
durch alternative Selbstheilung
Wie funktioniert Selbstheilung bei Arthrose? Von Eckhard K. Fisseler

Jeder Schmerz ist ein Signal des Körpers. Zunächst ist solch ein Signal noch recht leise, der Schmerz am Anfang also nur schwach zu spüren. Wenn er dann aber immer heftiger wird, das Gelenk geradezu schreiend Beachtung fordert, sind wir gezwungen, endlich darauf zu hören.

Was will uns der Schmerz in den Gelenken sagen?
Könnten wir dieses Rufen in unsere Sprache übersetzen, würde das bedeuten: „ Hallo Mensch, nun tu endlich mal was. Fang an zu lernen, was diese Schmerzen ausgelöst hat. Du musst etwas falsch gemacht haben, sonst wäre es so weit nicht gekommen.“

Aber was haben wir falsch gemacht, das so schrecklich weh tut?
Zu sagen: „Du musst ein neues Gelenk haben“, kann die richtige Antwort nicht sein, denn die Arthrose würde damit nicht aus dem Körper verschwinden. Es sind noch etliche andere Gelenke da, die ebenfalls befallen werden können.

Die richtige Antwort gibt es 
und die ist sogar schon über 50 Jahre alt. Es ist die Erkenntnis des Professors Dr. med. Lothar Wendt, der schon 1948 der Weltöffentlichkeit über seine Entdeckung berichtete. Er hat den Eiweißspeicher im menschlichen Körper gefunden und erkannt, das ein Zuviel dieses – bis dahin für besonders wertvoll gehaltenen – Nahrungsmittels, als Ursache gelten muss.

Aber ist denn Eiweiß nicht notwendig für den Aufbau unserer Körperzellen und Muskeln? Können wir überhaupt darauf verzichten? Natürlich brauchen wir Eiweiß, aber hier geht es um das Zuviel.
Es gibt Menschen, die fangen schon zum Frühstück mit Schinkenbrötchen an, mittags immer ein Braten mit Beilage und abends ein Brot mit Aufschnitt. Das ist auf Dauer mehr, als der Körper verwerten kann. Auch wer nur einmal am Tag Fleisch oder Fisch verzehrt, wird nach und nach seinen Eiweißspeicher überfüllen.
Warum das der Gesundheit schadet, hat Professor Lothar Wendt in seinem Buch „Die Eiweißspeicherkrankheiten“ ausführlich beschrieben. Ja, es sind sogar mehrere Krankheiten und nicht nur Arthrose, die in der Folge dieser Eiweißmast auftreten. Dazu gehören Bluthochdruck, Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Probleme bis hin zu Herzinfarkt und Schlaganfall, Typ-2-Diabetes oder Alterszucker, Autoimmunerkrankungen, Allergien, Cholesterinprobleme, Rheuma und einfach alles, was wir heute als moderne Zivilisationskrankheiten bezeichnen.
Fast ist es unglaublich, dass sie alle auf einen einfachen Ernährungsfehler zurück zu führen sind.

Sind denn auch alle heilbar, wenn wir diesen Fehler abstellen?
So ganz einfach ist diese Frage deshalb nicht zu beantworten, weil es an jedem einzelnen Menschen liegt, ob er den über viele Jahre gewöhnten Genuss höher bewertet, als seine Gesundheit. Da ist sehr schnell die Rede von der Lebensqualität, die man nicht einfach aufgeben will. Von Verlust an Lebensfreude wird gesprochen und dass man sich den Genuss nicht verbieten lassen will.
Nur – wer verbietet denn hier etwas? Ist es nicht der innere Schweinehund, der uns den Weg zurück zur Vernunft ausreden will? Und der sitzt doch in uns selbst. Von außen kommt nur die Information, das richtige Wissen um die Zusammenhänge. Die Umsetzung dieser Information spielt sich in unserem Kopf ab. Nur da allein kann der Entschluss für mehr Gesundheit sich bilden. Wer also gesund werden will, kann das nur über sein Denken bewerkstelligen.

Zurück zum Eiweißbedarf.
Man weiß doch längst, dass alle pflanzlichen Lebensmittel, besonders wenn wir sie roh verzehren, genügend Eiweißbausteine enthalten und das sind die Aminosäuren. Zum Beispiel reifes Obst und alle Salate. Daraus kann unser Körper sein benötigtes Eiweiß herstellen. Sogar in ausreichender Menge. Wir sind als pflanzenessende Geschöpfe erschaffen. Niemand muss befürchten, einen Eiweißmangel zu erleiden, auch dann nicht, wenn er auf alle tierischen Produkte verzichtet. Um den übervollen Eiweißspeicher auszuräumen, ist eine konsequente eiweißreduzierte Ernährungsumstellung angeraten. Es klingt seltsam, aber erst, wenn im Speicher kein Eiweiß mehr drin ist, können wir rundum gesund sein.

Zum Autor:
Eckhard K. Fisseler ist Sprecher der Arthrose-Selbsthilfe in Felsberg und Autor des Buches „Arthrose Der Weg zur Selbstheilung.“

So finden wir den Weg zur Selbstheilung:
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1. Der erste Schritt ist Information. Das richtige Wissen gibt es längst, wir müssen nur danach suchen. · Wer des Lesens mächtig ist (und wer ist das nicht?), muss nun seine Nase in die Bücher stecken und das etwas andere Wissen in sich aufnehmen. ·
2. Nun gilt es, sich davon zu überzeugen, dass das Gelesene auch wahr ist. Suchen wir nach Menschen, die darin schon erfahren sind. ·
3. Einfach anfangen ist der nächste und ganz entscheidende Schritt. Wer zaudert und zögert bleibt auf halber Strecke stehen und wird das Ziel nicht erreichen. ·
4. Jetzt ist nur noch Geduld erforderlich und Vertrauen darauf, dass auch wir erreichen können, was Andere schon vor uns geschafft haben.
Es ist etwas wunderbares, wenn wir dann erkennen, dass der Schmerz allmählich nachlässt. Ganz ohne Medikamente, ohne Operation und ohne Geldausgaben für teure Zusatzstoffe. Dass allein der Weg zurück zur Natur uns die Gesundheit wiedergibt, ist das Beste daran. Sehr populär ist inzwischen auch, eine Selbsthilfegruppe aufzusuchen, oder Vorträge, die dieses Thema behandeln und wo man Fragen beantwortet bekommt. Derartige Hilfen sind in der Regel kostenlos. ekf